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22.03.2010

Die Kleidung des Pavillonpersonals ist recyclingfähig und kompostierbar

Freundliches Outfit mit Nachhaltigkeitsanspruch

Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema beim deutschen Auftritt auf der EXPO 2010. Das beginnt nicht erst bei vielen der Exponate für ein besseres Leben in einer besseren Stadt, sondern schon bei der Pavillon-Kleidung für die Hostessen und Hosts. Deshalb hat die Durchführungsgesellschaft Koelnmesse International GmbH das Erfurter Büro für Design und Produktentwicklung Novanex ins Boot geholt. Das Team um die Inhaberin Alexandra Baum besitzt nicht nur ein einmaliges Know-how in der Entwicklung und Realisierung individueller Kleidungskonzepte, sondern ist außerdem auf nachhaltige Textilien spezialisiert.

Hinter den Röcken, Kleidern, Hosen, Jacketts, Mützen und Taschen steckt ein Fashion-Konzept, das Schick und Funktionalität mit Umweltfreundlichkeit verbindet. „Die Outfits werden tagtäglich getragen. Deshalb muss die Garderobe nicht nur einen hohen Wiedererkennungsfaktor haben, sondern auch strapazierfähig und pflegeleicht sein. Denn das schwül-heiße Klima in Shanghai – insbesondere in den Sommermonaten – verlangt eine tägliche Reinigung“, erklärt Urte Fechter von der Koelnmesse International GmbH den Anspruch an die Kleidung des Personals. Die Pavillondirektorin weiß, wovon sie spricht: Bereits bei der EXPO 2005 im japanischen Aichi, das bekannt für seine heißen Sommer ist, hat sie das Pavillon-Team geleitet. Novanex hat sich daher an den Erfahrungen der Kölner Durchführungsgesellschaft orientiert und sich für eine strapazierfähige, spezielle Polyesterfaser von Teijin entschieden: Die Eco Circle Fiber® wird im Recycling tatsächlich als Textilfaser zurück gewonnen und nicht – wie üblich – als geringwertigeres Füllmaterial weiter verwertet.

 

Auch die weißen Shirts der Pavillon-Uniform folgen dem Prinzip der Nachhaltigkeit. Sie stammen aus dem Hause Trigema und wurden gemeinsam mit der EPEA Internationale Umweltforschung GmbH, Hamburg, entwickelt. Sie unterscheiden sich in ihren Gebrauchseigenschaften nicht von herkömmlicher Baumwollbekleidung. Nach ihrer Nutzung sind sie allerdings kompostierbar. „Sobald die Baumwoll-Shirts mit entsprechenden Bakterienkulturen in Kontakt kommen, werden sie vollständig abgebaut. Auch die Stofffarben und Knöpfe sind im Kompostier-Prozess ökologisch unbedenklich“, erläutert Alexandra Baum ihre Wahl. Nach der EXPO sollen die Shirts auf dem Grundstück des Deutschen Pavillons untergepflügt werden – als Nährstoff für die Bäume, die das EXPO-Gelände zu Shanghais erster grüner Lunge machen sollen.

 

Die Herstellung der Stoffe und die Konfektion der gesamten Garderobe erfolgen – anders als sonst in der Textilindustrie üblich – in Deutschland. Damit soll einerseits das ökologische Know-how der deutschen Industrie unter Beweis gestellt, andererseits der transportbedingte Schadstoffausstoß so gering wie möglich gehalten werden.

 

Der Hostessenalltag ist anstrengend, vor allem für die Füße. Deshalb hat sich die Erfurter Designerin für ergonomisch geschnittene und der Anatomie des Fußes angepasste Schuhe von Think! entschieden. Das Leder für die Schuhe stammt aus Europa und wird pflanzlich gegerbt. Dank dieser schonenden Behandlung bleibt das Naturmaterial atmungsaktiv und hautsympathisch. Die Sohlen werden aus nachwachsenden Rohstoffen wie Naturkautschuk und Kork hergestellt.

 

Die EXPO-Outfits für Deutschland sind in einem freundlichen hellen Rot gehalten, das zusätzlich durch ein Schmuckband mit dem Logo des Deutschen Pavillons verziert ist. Für den Brückenschlag zwischen zwei Kontinenten nimmt das reduzierte Design „made in Germany“ Anleihen in Asien und sorgt für einen wirkungsvollen Auftritt des Deutschen Pavillons.

  Weitere Informationen: www.expo2010-deutschland.de
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