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Shanghai, 31.05.2010

Berlin-Tage vom 1. bis 6. Juni 2010

Hauptstadt als Hauptattraktion

“The place to be” – Berlin präsentiert sich als Stadt von Welt. Ihre multikulturelle und offene Szene gehört genauso zur Hauptstadt wie der Berliner Bär. Zu den Berlin-Tagen zwischen dem 1. und 6. Juni 2010 zeigt die Stadt an der Spree entsprechend, was sie zu bieten hat: Mode und Musik, Artistenschüler und Ausstellungen präsentieren sich zur Weltausstellung 2010 in Shanghai. In der Reihe „Regionen im Fokus“ stehen Berliner Künstler am Deutschen Pavillon und auf der EXPO-Bühne des Europe Square im Rampenlicht. Wie kann man erst richtig sehen, nachdem die Augen geschlossen sind, und was hat das mit dem Reichstagsgebäude zu tun? Was verbindet eigentlich deutsche und chinesische Jugendsprache? Der Deutsche Pavillon gibt die Antwort darauf.

 

Be Berlin: Sei Berlin. Mit diesem Slogan wirbt die deutsche Hauptstadt, die für sich in Anspruch nimmt, innovativ, kreativ und immer in Bewegung zu sein. Für den Berlin-Schwerpunkt des Deutschen Pavillons kommen junge Künstler nach Shanghai, die Berlin prägen und gleichzeitig von ihrer Stadt geprägt sind. Die Veranstaltungen finden auf dem Europe Square statt. Der zentrale Platz der europäischen Beteiligungen wurde für die Berlin-Woche kurzerhand in „Berlin Square“ umbenannt.

 

Den Auftakt macht nach der Eröffnung am 1. Juni 2010 das Berliner Trio „Jahcoozi“ um 16 und um 18 Uhr. Wer das Trio am ersten Tag verpassst hat, dem bietet sich am 2. Juni 2010 um 14 Uhr eine zweite Chance. Jahcoozi besticht durch eine ungewöhnliche Mischung musikalischer Genres wie Punk, Dancehall, Dubstep, Disco und Breakbeat.

Das Oktett des „YoungEuroClassic“-Orchesters und der „Hip Hop Stützpunkt Berlin“, die bereits zum Deutschen Nationentag in Shanghai waren, treten am 2. Juni 2010 noch einmal gemeinsam auf: Ab 18 Uhr trifft Hip-Hop Klassik auf der EXPO-Bühne des Berlin (Europe) Square. Die Band „Pitchtuner“ ist dort am 3. Juni um 18 Uhr und am 4. Juni 2010 um 14 Uhr live zu erleben. Die deutsch-japanische Elektro-Rock-Band verbindet Tanz mit Elektronik-Beats.

 

Längst einen Namen hat sich die Pop-Gruppe „Jeans Team“ in Deutschland gemacht, die am 4. Juni 2010 um 18 Uhr und am 5. Juni 2010 um 14 Uhr auf dem Berlin Square auftritt. Auch die Band „KISSOGRAM“ gehört zu den Vertretern der Berliner Independent-Pop-Szene. Sie ist am 5. Juni 2010 zwischen 18 und 20 Uhr live zu hören.

 

Wenn keine Berliner Bands spielen, tritt DJane Ipek İpekçioğlu in Aktion. Bereits seit Mitte der 1990er Jahre beeinflusst sie die Clubszene in Berlin. Zwischen dem 1. und 6. Juni 2010 nimmt sie nachmittags und abends die EXPO-Besucher mit auf eine Klangreise durch Musik und Kultur.

 

Der Berlin Square ist aber nicht nur Bühne für Musiker, sondern auch für Filmvorführungen und dient als Plattform für eine bewegliche Straßeninszenierung. Eine Performance-Gruppe bewegt zwischen 1. und 5. Juni 2010 kontinuierlich insgesamt 25 Kuben über den Platz. So werden sie als interaktive Straßeninstallation immer wieder neu zueinander in Beziehung gesetzt.

 

Sehen im Dunkeln ist möglich. Am 3. Mai 2010 startet die Ausstellung „Close your eyes and see“ (Schließe deine Augen und sieh). Mit einer blickdichten Brille begeht der Besucher vor dem Deutschen Pavillon einen Parcours durch einen Dunkelraum, der am Reichstagsgebäude in Miniatur endet. Auf seinem Weg muss er sich an weiteren Gebäudenachbildungen wie dem Brandenburger Tor, dem Fernsehturm am Alexanderplatz, der Gedächtniskirche oder der Siegessäule entlangtasten – Berlin zum Anfassen also. Am Ende angelangt, begibt er sich sehend auf den Rückweg und macht sich mit offenen Augen ein Bild von der Ausstellung. Sie soll dem Besucher unter anderem einen Einblick in ein barrierefreies Planen und Bauen in Berlin geben.

 

Einen ganz anderen Einblick bietet das Filmprojekt „Coolness Code“. Es beschäftigt sich mit der Jugendsprache weltweit. Coolness Code entschlüsselt die Eigendynamik des Nachwuchs-Slangs und konzentriert sich dabei auch auf eine internationale Codierung. Zu den Berlin-Tagen ist diese Dokumentation abends auf der Leinwand der Bühne des Deutschen Pavillons zu sehen.

 

Täglich stehen bis zu 25.000 Menschen an, um „balancity“ zu besuchen. Um das Warten in der Schlange angenehmer zu gestalten, unterhalten die Schüler der Staatlichen Artistenschule Berlin am und um den Deutschen Pavillon mit Artistik-Einlagen die Besucher. Täglich bis zu fünf Mal zeigen sie für jeweils 30 Minuten am Boden und in der Luft, was auf dem Trapez, mit Hula-Hoop-Reifen oder auf dem Seil möglich ist – auch über die Berlin-Woche hinaus bis Ende Juli.

 

Weiter Informationen unter www.sei.berlin.de oder im Event-Kalender der Pavillon-Website (www.expo2010-deutschland.de).
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